| Dagys
Reisebilder
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TürkeiAugust/September 1992
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Antalya Antalya-Flughafen werden wir vom Flieger ausgespuckt. Unser Ziel ist natürlich Antalya Altstadt. Weit und breit ist kein Bus zu sehen. Zusammen mit einem anderen Paar teilen wir uns ein Taxi nach Kaleiçi. Wie eine Stadt in der Stadt liegt dieses alte Viertel, umringt von alten Festungsmauern.
Quartier haben
wir schnell gefunden in einem kleinen preiswerten Hotel, das von Rucksacktouristen bevorzugt wird. Mit viel Kauderwelsch und
ohne zu wissen, wo wir landen werden, führten uns freundliche Türken zu unserem ersten Badeplatz in mitten der Stadt. Ein
steiler Pfad sowie einige felsige Steine waren zu bewältigen, dann aber konnten wir unsere Handtücher auf Felsensteinen
ausbreiten, dort rumturnen und auch ins Wasser gehen. Achtung allerdings vor den Seeigeln. Äußerst schmerzhaft, in einen
hineinzutreten.
Am Tag darauf
geht es erst mal zum Busbahnhof, um ein Ticket für den Nachtbus zu kaufen. Anschließend ausgiebiger Stadtbummel und
Flohmarktbesuch. Auch im August und September ist es noch sehr heiß um die Mittagszeit und wir verkriechen uns auf die
Dachterrasse unseres Hotels. Hier weht ein kleines Lüftchen. Langsam geht es dann auch Richtung Busbahnhof, bepackt mit Rucksack,
Zelt und Schlafsäcken.
Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der türkischen Bevölkerung wird uns die ganze Reise über begleiten.
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Bafa-See Mit dem Überlandbus fahren wir die ganze Nacht durchs Hinterland. Unser Ziel ist der Bafa Gölü (Bafasee, auch Çamiçi Gölü), ein aus einem früheren Meeresarm entstandener Binnensee an der Westküste der Türkei. Zunächst aber
müssen wir umsteigen in Mugla . Ausgespuckt werden wir auf einem großen Busbahnhof (otogar), mit zig großen sowie kleinen
Bussen. Welcher ist jetzt wohl unser? Plötzlich ist ein junger Mann (eher Jungendlicher) zur Stelle, fragt nach unserem
Ziel, schnappt sich unsere Rucksäcke. Eilig folgen wir ihm Zick-Zack durch die Ansammlung unterschiedlichster Busse. Unser
Gepäck landet im Frachtraum einer der Minibusse (Dolmus). OK, ok Dolmus Bafa, no problem wird uns signalisiert. Weder
Fahrer noch andere Fahrgäste sind zu sehen, aber es liegen einige Gepäckstücke drin. Dolmuse fahren immer dann erst los, wenn
sie rappelvoll sind. Obwohl keine weiteren Fahrgäste zu sehen sind, trauen wir uns nicht weg, z.B. für einen Besuch in den
zum Bahnhof gehörenden Ort. T-Bär kauft noch Getränke und Snacks in der Halle, während ich beim Gepäck bleibe, damit es
nicht ohne uns losfährt.
Wir befinden uns
am Fuße des Latmosgebirges im Naturparadies des Bafa-Sees und der Ruinen der antiken Stadt Herakleia. Herakleia ist
archäologisches Grabungsgelände. Das kleine Dorf Kapikiri liegt mitten zwischen den Altertümern der antiken Stadt. An der mit
riesigen Felsbrocken übersäten Hängen des Latmos haben sich die Leute von Kapikiri arrangiert, wegen der antiken Umgebung ihre
Häuser und Straßen nicht erweitern zu dürfen.
Mittlerweile
wissen wir, das es eine Busverbindung 2 x täglich zur Hauptstraße gibt. Dennoch legen wir den Plan at acta, Ephesos zu besuchen,
da die Rückfahrt hierher zurück ungewiss ist.
Nun heißt es
warten auf den Minibus. Rappelvoll ist er.
Die Fahrt geht über Söke, Selçuk, Efes (Ephesos) und von dort weiter nach Kuşadası.
In Kuşadası
ist Güray nicht gut drauf. Seine Verabredung lässt sich nicht blicken. Wir laden ihn zum Essen ein, in dem Restaurant in dem wir
gerade sitzen. Man kann es essen, was wir vorgesetzt bekommen. Gürays Eltern kochen auf jeden Fall entschieden besser und
schmackhafter. Wieder einmal müssen wir feststellen, je mehr Touristen, um so einfallsloser die Küche. Na ja, der
durchschnittliche Massengeschmack muss getroffen werden. Das ist in allen Ländern gleich.
Bei der nächsten nächtlichen Bootsfahrt habe ich allerdings weniger Herzklopfen, denn der Strand wäre auch für mich schwimmend erreichbar.
Rund um die vorgelagerte
Insel mit ihren Ruinen kann man auch gut schwimmen und die Felsen werden gerne als Sprungbrett genutzt. Altertümer schauen
und Baden oder Mondscheinschwimmen.
Nach einer, für eine Touristengruppe inszenierte Hochzeitfeier, in einer anderen Lokalität allerdings, kamen wir drei auf die Idee, so ein Mitternachtsschwimmen zu veranstalten. Während ich in der Nähe des Bootes rumpaddelte, mussten die Männer natürlich von den Felsen springen - im Dunkeln im Mondschein, immer dieser Übermut....... Eine unvergesslich schöne Zeit geht zu Ende und so naht denn auch der Abschied. Wunderbar anzusehen die Frau des Hauses in bunten Pluderhosen auf dem Eselchen, stolz und aufrecht thronend auf einem Sattel aus Reisig. Gut, das wir uns schon am Tag zuvor verabschiedet haben. Wir müssen uns sputen, um den Bus zu erreichen.
Wie haben wir uns
ernährt?
Schön, das es jetzt eine Pension ist. Meine Recherche hat Folgendes ergeben - guck hier. Wow - hat sich erheblich gemausert. So sind wir also alle ein wenig wohlhabender geworden. Das hier Mondscheinschwimmen angeboten wird, lässt die Vermutung zu, dass die Familie hier immer noch wirkt.
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Latmosgebirge Herakleia
seit 1994
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Unschlüssig
bleiben wir wie angewurzelt stehen. Wie immer, wenn wir irgendwo eintreffen, ist es Mittagzeit und die Hitze erschlägt uns
beinah. Aber schon ist ein jugendlicher Schlepper zur Stelle. Wir sagen ihm, dass wir ein nettes Zimmer suchen und nennen
den Preis den wir maximal zahlen können. Wir werden zu einer netten Familie gebracht. Schnell werden wir einig mit der Hausfrau
und beziehen erstaunt das Schlafzimmer der 3- Zimmerwohnung.
Am Spätnachmittag
schlendern wir ein wenig herum und machen uns auf die Suche nach einer Lokalität für unser Abendessen. Ein Bar mit
Terrasse zum Draußensitzen lädt geradezu ein zur Einkehr. Ins Schwarze getroffen - später wird noch musiziert und
gesungen . Wir sind mal wieder die einzigen Touristen. Vor allem T-Bär hat viel Spaß mit den Männern.
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Akyaka |
Am
Ortseingang von Kaş lassen wir uns absetzen. Wie gehabt, werden wir von einem Schlepper gesichtet und im Nullkommanichts
haben wir ein Zimmer in einem Hotel, in dem auch Rucksacktouristen auf der Terrasse auf Feldbetten nächtigen. "Nein T-Bär,
so abgebrannt sind wir noch nicht", wir nehmen ein Zimmer. Sicherlich war es oben auf der Terrasse wesentlich kühler.
Tagsüber aber kann man hier bei einem Çaý und herrlichem Blick über den Ort bis hin zum Meer die Seele baumeln
lassen. Und genau das tun wir erst mal.
Ein
gelungener Tag neigt sich dem Ende.
Das heutige
Üçagiz ist etwa 30 km von Kas entfernt, ein kleines Fischerdorf am Meer. Der Ort und die verschiedenen kleinen und größeren
Inseln davor sind übersäht mit Relikten aus dem lykischen Reich.
Mit dem Boot
hätten wir fahren sollen. Die versunkenen Schätze sollen vom Wasser aus wesentlich besser zu sehen sein.
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Olympos Der Urlaub
nähert sich langsam dem Ende. Auf der Fahrt nach Antalya steigen beim Abzweig "Olympos" Rucksackfreaks hinzu. Das wäre
jetzt noch eine Option, hier auszusteigen, würde aber wahrscheinlich einen ordentlichen Fußmarsch bedeuten. Wir verwerfen die
Idee und landen etwas wehmütig in Antalya. Wie sich später herausstellt, wird sich "Olympos" aber doch noch als
machbar erweisen.
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© Januar 2011
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