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Israel / Palästina

März/April 1997


Während unserer Rundreise übernachten wir in Kibbuz-Hotels, jeweils zwei, drei Nächste. Gebucht haben wir im voraus. Diese Bungalow-Anlagen befinden sich nicht nur in schöner Lage, sie sind auch relativ preisgünstig. Außerdem hält sich die Anzahl der Touristen in Grenzen.

Am Flughafen Tel Aviv befindet sich die Mietwagenübergabe beim Flughafengebäude, eine kleine Zeitentschädigung für die Sicherheits-Prozeduren bei Abflug sowie bei Ankunft.

An der Mittelmeerküste entlang geht es zu unserem ersten Quartier.
Das Nahsholim-Kibbuz-Hotel liegt 70 km von Tel Aviv in der Dor-Bucht direkt am Strand, zu Füßen des Carmel Bergzuges. Die Bucht ist von weißen Sandstränden, natürlichen Lagunen mit türkisfarbenen Wasser und einer Reihe vorgelagerter Inseln umgeben. Gefrühstückt wird in einem Speiserestaurant im Hauptgebäude..

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Entlang der Mittelmeerküste


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am See Genezareth

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Totes Meer,
Negev und Jerusalem

Caesarea

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Unser erster Ausflug führt bei uns strahlendem Wetter nach Caesarea: Eine der bedeutesten Ausgrabungsstätten Israels. 20 v. Chr. von Herodes gegründet. Im Jahr 66 brach der legendäre Aufstand gegen die Römer aus, der 70 zur Zerstörung Jerusalems führte und ein blutiges Ende 73 auf dem Felsplateau von Massada fand. Die Ausgrabung sind (1997) noch nicht beendet.

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Tel Aviv und old Jafo (Jaffa)

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1909 siedelten Juden aus Jafo in den nördlich gelegenen Dünen, wo heute der Shalmo-Mayer-Turm steht, und gründeten dort die Stadt Tel Aviv (Frühlingshügel).

Tel Aviv ist heute eine Millionenstadt - die modernste Weltstadt im nahen Osten. Autofahren ist daher so eine Sache. Wir bleiben auf der Küstenstraße und fahren bis Jafo. Man hat aber von der Hafenmole aus einen guten Blick auf die Skyline, die bestimmt wird von am Strand aufgereihten Luxushotels.

Heute ist Jaffa ein restauriertes Kleinod mit engen gepflasterten Gassen, mit Kunsthandwerksläden, Galerien, Basaren, gemütlichen Restaurants und Cafes und einem Hauch orientalischer Gemütlichkeit.



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Über den ehemals bedeutenden Hafen ließ König Salomon einst Zedern aus dem Libanon für den ersten Tempel nach Jerusalem transportieren. Jaffa soll einer der ältesten Häfen der Erde sein. Die Spuren gehen in der 5. Jahrtausend vor Chr. zurück.

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Auf dem Hügel angekommen, treffen wir in "Abraham Shechterman Garden" eine Hochzeitsgesellschaft. Das Paar hat möglicherweise in der nahe gelegenen St. Peter's Church geheiratet. Nachdem sich die Hochzeitsgäste etwas verlaufen, haben wir einen wunderbaren Blick auf die Skyline der weißen Stadt.

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Ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu. Für einen gelungenen Abschluss suchen wir ein Restaurant der gehobenen Klasse auf, ein Tip in unserem Reiseführer. Die versprochene Aussicht wird uns gewährt, auch wenn wir keinen Fensterplatz ergattern konnten. Aber es bewahrheitet sich immer wieder, Schuster bleib bei deinen Leisten und dir wird mitunter auf blanken Holztischen wesentlich Feineres und Wohlscheckenderes serviert.


Die Reise geht weiter.
Unser nächstes Quartier liegt in den Bergen "Mount Carmel"

"Nir Enzion" haben wir uns ausgesucht, weil wir von hier aus viele Ausflüge unternehmen können, u.a. Haifa, Drusendorf Daliyat el Karmil, Totenstadt Bet Shearim, Künstlerdorf En Hod und natürlich auch eine kleine Wanderung vor Ort im Schweizer Wald.


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Von hier aus starten wir auch zugleich einen Ausflug in den nahegelegenen
"Schweitzer Wald".
Eine nette kleine Wanderung, für mich Wandermuffel genau richtig.

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En Hod

(das hebräische En oder Ein bedeutet Quelle)

En Hod ist eine Künstlerkolonie. Vor 1948 war es ein arabisches Dorf, das im Krieg aber vollständig zerstört wurde. Ein bekannter Maler rettete den Ort vor der Einebnung. 180 Künstler organisieren heute hier ihren kollektiven Alltag.

Wir kommen ein wenig früh dort an und können uns nicht klammheimlich Touristengruppen anschließen, die dann die Kunstkäufe tätigen. Also treten wir nicht in die geöffneten Häuser und Werkstätten ein, wohlwissend dass wir keine der angebotenen Gegenstände uns leisten können. Schade, gefunden hätte ich bestimmt etwas.

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Drusendorf Daliyat el Karmil

Ein Drusendorf, deren Einwohner vom Souvenirverkauf leben oder einer Arbeit in israelischen Industrie- und Dienstleistungsbetrieben.
Die Drusen sind eine im Jahr 1010 entstandene Religionsgemeinschaft. Obwohl der Glaube der Drusen stark von der ismailitischen Tradition geprägt ist, sind die Unterschiede so groß, dass man von einer eigenständigen Religion sprechen kann. Die Drusen glauben an Reinkarnation und an weitere parallele Welten.

Den Ort an sich finde ich nicht besonders schön, um so einladender die wohlriechenden arabischen Lokale. Nach einem Bummel durch einige Souvenirläden, immer mit einem schlechten Gewissen, da wir nichts kaufen können, lassen wir uns vom Essensduft locken und kehren ein. Unser Mahl stellt sich als lecker und preiswert heraus.

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Ansonsten scheint eine Hauptstraße nach Carmel City dieses Dorf zu durchziehen. Ohne die bunten Läden wären wir wohl weitergefahren.


Bet Shearim

eine in Fels gehauene Totenstadt, in der einige der bedeutesten Gelehrten jener Epoche bestattet wurden. Neben verzierten Steinsarkophagen mit Inschriften in hebräischer, aramäischer und griechischer Sprachen sehen wir Ruinen einer Stadt zur Zeit des zweiten Tempels.

Bet Shearim ist die bedeuternste jüdische Grabstätte in Palästina. Ihre Entdeckung grenzt an ein Wunder. Einem Schäfer war ein Schaf entlaufen, das sich in eine Felsspalte verirrt hatte, die sich zum Eingang zum Totenreich erwies. Die Ausgrabungen legten Katakomben mit Hunderten von Sarkophagen aus dem 3. und 4. Jahrhundert frei. Die Grabstätten zeugen vom starken hellenistischen Einfluss auf das Judentum zu Beginn unserer Zeitrechnung.

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Dort, wo der Berg Carmel das Meer berührt, liegt Israels größte Hafenstadt "Haifa".

bild41 Nach Haifa fahren wir zurück zu unserem Bungalow. Lange haben wir uns hier nicht aufgehalten. Eine Stippvisite mal eben, obwohl ahnend, das wir diese Stadt nie wieder besuchen werden. Das politische Handeln der Israelis lädt nicht gerade ein zum Reisen in diesem Land. 1997 war das aber okay. Man konnte vage hoffen auf eine dauerhafte friedliche Lösung..


Eine der wenigen Städte die überwiegend von Arabern bewohnt werden und bis heute ihren arabischen Charakter beibehalten haben ist

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Die Altstadt liegt auf einer Landzunge am Nordrand der Bucht von Haifa und gehört ebenfalls zu den antiken Hafenstädten des Mittelmeeres. In der ummauerten Altstadt sind viele der großen Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Kreuzfahrer und der Türken zu sehen. Das antikere Akko liegt 3 km südlich.

Wir laufen erst mal auf der Stadtmauer herum,

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bummeln danach durch die Altstadt und suchen die unterirdische Kreuzfahrerstadt des Johanniterordens mit Tunneln, Rittersälen und Krypta. Wir wandern Richtung Hafen, um uns bei einer leichten Brise und kalten Getränken zu erfrischen. Zum Schluss landen wir wieder bei der Kreuzfahrerstadt, allerdings überirdisch, bei der "El-Jazzar-Moschee", deren westlicher Innenhof über der Kreuzfahrerfestung liegt. Die Moschee wurde 1781 über der damaligen Kathedrale errichtet.

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Der El-Jazzar-Moschee vorgelagert ist ein wunderschöner Garten.

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Achziv

in der Antike ein bedeutender Hafen, ist heute ein Nationalpark. Es liegt in einer kleinen Mittelmeereinbuchtung und hat einen schönen Strand.

Perfekt, um einen schönen Tag abzuschließen. Schade, das wir nichts Essbares für ein Picknick dabei haben. Kichererbsenklöße, Fladenbrot und rote scharfe Soße wären jetzt die Krönung.

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In der Ferne sieht man den Kreidefelsen "Rosh Hanikra" an der Grenze zum Libanon. Auf unserer Weiterfahrt morgen zum "See Genezareth" werden wir einen Abstecher dorthin machen.


Die Rucksäcke sind gepackt, früh aufgestanden geht die Reise weiter zum nächsten Etappenziel Galiläa und dem See Genezareth im Land Jesus.

bild73 Zuerst aber noch ein Abstecher nach "Rosh Hanikra". 332 v. Chr. wurde auf Befehl Alexanders des Großen ein erster Tunnel durch den Fels gegraben, der später als Straße sowie Eisenbahntunnel genutzt wurde. 1948 wurde die Verbindung in den Libanon gesprengt. Heute trennt eine Grenzmauer den Tunnel. Am Fuß der Felsen hat das Mittelmeer Grotten und Höhlen ausgespült, die mit der Rosh-Hanikra-Seilbahn neben dem Tunnel ebenfalls zugänglich gemacht wurden. Ein Fußpfad führt durch die Grotten, welche durch ca. 200 m Tunnel miteinander verbunden sind.


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